A - Artillerie Commander

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Valiarde
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A - Artillerie Commander

Beitrag von Valiarde »

Artillerie Commander
Kategorie – Diorama


Auch wenn die Light Artillerie auf Bewegung im Feld ausgelegt war, kam es im Bürgerkrieg desöfteren zu Stellungskämpfen, in denen die Artillerie sich verschanzte. Vorhandene Mauern wurden einbezogen. Schanzwände und Schanz-, bzw. Geschützkörbe wurden vor Ort gebaut und errichtet.
Geschützkörbe aus starken Tauen, die um Pfähle gewunden wurden und mit Steinen gefüllt wurden, fanden in der Artillerie seit dem späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zum Schutz von Crew und Geschütz Verwendung. 
Die Union Artillerie  steht an einer für den Norden typischen Ordnance-Rifle-Gun, die konisch zuläuft.

Die graue Artillerie stellt die Geschützbesatzung von Fort Wagner, South Carolina, dar. Das Geschütz ist eine 1841er Napoleon Gun. 
Am 18. Juli 1863 fand die zweite Schlacht um Fort Wagner statt, bei der es von dem afroamerikanischen 54. Massachusetts-Regiment angegriffen wurde. 
Obwohl der Angriff nicht erfolgreich war, gilt die Schlacht als wichtiger Moment im Kampf für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner, da sie die Tapferkeit und den Mut der afroamerikanischen Soldaten bewies. Verfilmt im Spielfilm „Glory“, mit Denzil Washington, Morgan Freeman und anderen.

Dio: 
Schanzwand und Geschützkorb selbst gebaut. Korb aus bemalten Stahlnägeln (wegen Stabilität) als Holz-Pfähle, Sisalschnur, „gefüllt“ mit Kies vom Tedi auf Styrodur.
Dioplatten: Styrodur, bemalt mit Abtönfarbe und Schlammspachtel aus dem Modellbau- und Table-Top-Zubehör. Teilweise beflockt mit Modellbaugras.

Sämtliche Soldaten sind selbst gebasht. Kannst du so nirgend kaufen. Coo-Model-Körper. Köpfe aus s der Bucht und dem Fundus. Uniformem und Waffen Battlegear Toys und Fundus. Die 54. Massachusetts sind nach dem Film gebaut, mit ausgewählten HS.
Geschütze: Sideshow.


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Miri
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Miri »

Und hier ist sie, die Kanone. Genauer - nicht nur eine sondern zwei. Und sogar ein Pferd ist mit dabei und jede Menge weitere Soldaten. Eine schöne Bürgerkriegs-Inszenierung, die die Figuren aus der Pflicht zum Leben erweckt. Der Hintergrund soll Rauch und Nebel vom Kampfgetümmel darstellen, was man sich gut vorgesellen kann .... auf den Bildern wo der Falz nicht zu sehen ist. ;)
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russel1
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von russel1 »

Sehr schön in Action gesetzt die Truppen :1027
Wenn man die üblichen räumlichen Beschränkungen berücksichtigt, sie die Bilder mit den Backdrop doch super geworden. Nicht jeder hat ein Studio und somit sind vielleicht nicht so hundertprozentige Übergänge kein Beinbruch :1030.

Außenaufnahmen wäre natürlich der Burner gewesen, aber der damit verbundene Aufwand und die jetzige Witterung lassen verstehen wieso nicht. :1023
"Das ist keine Garage, das ist ein Kutschenhaus!"
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Illusion
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Illusion »

Da lohnen sich die vor Ort Besuche beim Re-enactment, um uns das möglichst authentisch in 1/6 zu präsentieren und auf diesem Weg ein bisschen die Historie in Erinnerung zu rufen.

Die Köpfe sind prima gewählt mit den verschiedenen Ausdrücken. Klasse, wie sich einige die Ohren zuhalten (wobei das vermutlich nur vglw. wenig Nutzen hatte - ich stelle mir diese Position in der Schlacht als doppelten Horror vor...).

Ich muss gestehen, meinen Blick ziehen diese Falten in Backdrops ja auch geradezu magisch an - zu meinem großen Leidwesen, denn dadurch wird es mir doch sehr verleidet, diese selbst zu nutzen - was sehr schade ist. Denn die Konsequenz ist gar kein Bild. Und da ist es doch viel schöner, Bilder mit Falz zu haben als keine - sonst entginge uns ja der schöne Rest. Und man muss sich doch immer wieder ins Gedächtnis rufen, wieviel Platz so eine Szenerie mit mehreren 1/6 Figuren benötigt. Das ist nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt.

:1001
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Dunedin
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Dunedin »

Die Kostüme sind klasse und die Köpfe passen sehr gut zu den Charakteren. In dem Zusammenhang gefallen mir die Expression Heads besonders gut, die machen Actionszenen immer gleich viel plastischer. Im Getümmel der Figuren könnte ich mir gut noch ein paar Verletzte und etwas Blut vorstellen.

Auch die Kanonen sind super. Vielleicht würde etwas echter Rauch in den Szenen noch mehr Authentizität und Wetter rein bringen Die absolute Krönung wären natürlich echte pyrotechnische Effekte, wie Tomste das mal gemacht hat, aber ich kann sehr gut verstehen, wenn man das in der Wohnung vermeidet, bevor man dann die Vorhänge abfackelt.

Ja, der Falz zieht leider die Blicke auf sich und lässt die Szenerie dann etwas flacher erscheinen. Ich weiß selbst, was für eine Pest diese Vinyl-Hintergründe sind, und dass es nahezu unmöglich ist, die raus zu kriegen, Je nach Motiv fallen sie mehr oder weniger auf, hilfreich ist auch, den vorhandenen Platz vorausgesetz, wenn man eine Landschaft ein bisschen weiter in den Hintergrund und damit in die Unschärfe setzen kann und mit echtem Rauch arbeitet. Ich selbst habe glüchlicherweise Photoshop und versuche immer in der Postproduktion, die schlimmsten Falzen etwas zu retuschieren.

Unterm Strich muss natürlich jeder für ich selbst entscheiden, wo man mit Kompromissen lebt oder wie weit man seinen Perfektionismus auf die Spitze treiben will. The Sky is the Limit heißt es ja oft. Letztlich ist es ja auch eine Frage der Wahrnehmung. Während die Eine die Falz gar nicht bemerkt und sich ausschließlich auf die dargebotene Inszenierung der Akteure konzentriert, springt das für den Anderen in den Vordergrund und man sieht nichts anderes mehr. Das ist wie die Nudel an der Nase in dem bekannten Loriot Sketch.

Was jetzt noch folgt, ist Meckern auf ganz hohem Niveau, ich erwähne es trotzdem, weil es vielleicht auch eine bisher nicht wahrgenommene Perspektive veranschaulicht. Ich bin in meiner Bild und vermutlich sogar in meiner Weltwahrnehmung sehr stark durch das Kino geprägt. Das führte bei mir zu einer Irritation. Im Film würde man da von einem Anschlussfehler sprechen. Meine Irritation war die Folgende: die Konföderirten kämpfen von rechts nach links. Die angreifenden Unionstruppen kommen von links und greuifen nach rechts an. Man beachte dies einmal im Filmschnitt von solchen Kampfszenen. Plötzlich kämpfen die Yankees dann von rechts nach links.

Mir wird, nachdem ich meine Irritation überwunden habe, dann natürlich klar, dass das eine neue Szene ist und auch, dass es sich um das gleiche, leicht modifizierte Diorama mit einer anderen Kanone handelt. Trotzdem wirkt es im ersten Moment so, als hätte ich was verpasst und mein erster Gedanke war. "Warum sind die jetzt an der Kanone? Haben sie die Stellung erobert?"" Die genauere Untersuchung ergab dann natürlich, das ist eine zweite Szene an einem anderen Ort und mit einer anderen Kanone. Aber zuerst nahm ich es wie einen Achsensprung war.

Wie gesagt das ist Meckern auf ganz hohem Niveau. Anders hätte es wahrscheinlich ausgesehen, hätte sich der Hintergrund markant verändert, um den Szenenwechsel deutlich zu machen ein Trick könnte auch sein, die Bilder der zweiten Szene zu spiegeln um die Kontinuität der Handlungsachsen beizubehalten. Wenn man sowas schon in der Planung berücksichtigt hat, kann man die Bilder mit vielen Linkshändern machen, die dann in der Spiegelung wieder zu Rechtshändern werden. Ansonsten soll das alles natürlich keine Kritikan der Inszenierung an sich sein. Manchmal wirkt so etwas auch nur wahrnehmungstechnisch ganz unterbewußt.

Zum Schluß noch ein Detail, das mich zum Lächeln brachte. Das ist das zweite Bild der zweiten Szene. Wie der Soldat mit dem FacepoolFigure-Kopf die flache Hand auf die Kanone legt. Da habe ich gleich eine "Huch, heiß!" Sprechblase gesehen. Da passen der Kopf und sein Gesichtsausdruck absolut super zur Handlung.
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Ovy
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Ovy »

Da sind sie ja, unsere Kanonenheimer! Die Armeen wachsen, alte Bekannte sind wieder zu sehen und langjährige Rivalitäten flammen wieder auf. Die stürmenden Soldaten todesverachtend wie immer. Der angestrengte, gestresste Ausdruck vom Unionskanonenputzer ist sehr passend. Der konföderierte Kanonenputzer hingegen erinnert frappiered an einen Plantagenbesitzer, der durch den neuen Django sein Ende fand.

Dank diesem Beitrag bin ich mal wieder bisschen auf Wikipedia versackt und habe jetzt über Fort Wagner, die ersten Iron Clad Panzerschiffe und Col. Shaw gelernt. Und Harriet Tubman hat in der Feldküche seines Lagers gearbeitet und womöglich seine letzte Mahlzeit zubereitet. Glory muss ich auch auf jeden Fall nochmal gucken, damals als der auf Kabel 1 lief war ich zu klein um den richtig zu begreifen. :1020
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alegra
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von alegra »

Die Inszenierung könnte auch in einem Museum stehen: sehr authentisch, sehr dramatisch, sehr detailreich. :1003
Die Expressionköpfe lassen den Adrenalinspiegel der Kämpfer echt wirken, gut gewählt.
Grüße/ :mrgreen: /alegra
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Benson
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Benson »

Mir gefällt der Aufbau der Szenen. Der begrenzte Platz des Dios ist super genutzt und die Figuren strahlen eine extreme Lebendigkeit aus, was sicher auch an den gut gewählten Köpfen liegt.
Man hört förmlich die laut gebrüllten Befehle, Gewehr- und Kanonenfeuer, Angriffsschreie, die Schreie der Verletzten und und und...

Schön auch, dass einige Figuren zwischendurch in andere Posen gestellt worden, sorgt für "action".

Ein schöner Beitrag, der die beiden "Hauptdarsteller/ Wettbewerbsfiguren" noch mal schön präsentiert.

Gruß Jens
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Valiarde
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von Valiarde »

Ja so etwas hatte ich erwartet. Ein schlner Schlachthaufen mit Kanonen.

Die Szene wirkt für mich wie aus einem lebensechtem Museum. Wenn es einen solchen Begriff gäbe. Dadurch dass es eben indoor aufgenommen wurde statt unter blauem Himmel hat es für mich noch mal etwas, was man eben in einem historischen Museum finden würde, an dem beispielhaft eine Szene aufgebaut wurde.
Die schreienden Köpfe run ihr übriges.

Klasse gemacht und gefällt mir
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okieh 2
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Re: A - Artillerie Commander

Beitrag von okieh 2 »

Sehr krass und sehr cool!
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